Lachen

 

H u m o r    T r a i n i n g

  Spurensuche zur Humorentstehung – und Anwendung

 

 

Ist Humor erlernbar? Jeder von uns hat schon erfahren, dass mit einer heiteren Bemerkung eine unerwartete Leichtigkeit in eine problembeladene Situation gebracht wurde. Plötzlich waren neue Lösungen möglich. Ist dieser Lebensstil auch erlernbar?

 

  • Was ist Humor? Was bewirkt er?

  • Zur eigenen Humorquelle finden. Mein persönlicher Humor.
  • Welche Humorinstrumente gibt es? Wie kann ich sie anwenden?
  • Bewusstseins-Erheiterung: „Todernste“ Situationen entkrampfen.

  • Humor als einfallsreicher und herzlicher Lebensstil.
  • Humortraining mit respektvollen Witzen und Anekdoten.
  • Lachtraining – Lachen ohne Grund.

„Sag mal, was ist eigentlich aus deinem Roman geworden? Du musst doch schon Antwort von der Redaktion bekommen haben.“
„Ja, habe ich. Den hat man gekürzt . . . Gestern stand er in der Witzecke.“

„Eben höre ich, dass der alte Müller gestorben ist – der Tod hat ihn im Schlaf überrascht!“
„Schrecklich – er weiß also noch gar nichts davon?“

Zwei Freunde treffen sich nach Jahren.
„Wie geht es deiner Frau?“, fragt der eine.
„Oh, das kannst du ja nicht wissen“, antwortet der andere, „Gertrud ist im Himmel!“
„Das tut mir leid“, sagt der erste, dann aber, weil er fürchtet, sein Freund könne die Bemerkung missverstehen: „Ich meine natürlich, ich freue mich.“
Sein Freund ist nun wirklich etwas schockiert, deshalb fügt der erste schnell hinzu: „Ich meine natürlich, ich bin überrascht.“

Ein Mann kommt zum Psychiater:
„Herr Doktor, meine Frau bildet sich ein, sie wäre ein Huhn.“
„Hält dieser Zustand schon lange an?“
„Fast drei Jahre, Herr Doktor.“
„Und da kommen Sie erst jetzt?!“
„Na ja, bis jetzt haben wir immer die Eier gebraucht.“

„Herr Doktor, ich denke immer, dass ich ein Hund bin.“
„So, dann legen Sie sich mal auf die Couch.“
„Ich darf nicht auf die Couch.“

„Ah, der neue Chauffeur“, bemerkt der Generaldirektor. „Wie heißen Sie?“
„Paul, Herr Generaldirektor.“
„Entschuldigen Sie, ich rede meine Angestellten niemals mit den Vornamen an. Ihr Zuname?“
„Liebling.“
„Also fahren Sie, Paul.“

„Und jetzt singe ich 'Am Brunnen vor dem Tore' “, sagt die Gastgeberin.
„Sehr vernünftig“, meint ein Gast. „Hier drinnen hört sowieso keiner mehr zu.“

Sagt der Pfarrer in der Kirche: „Unser Organist kann heute nicht spielen. Ich stimme daher jetzt das Lied an, und danach fällt dann die ganze Kirche ein.“

„Bei Ausbruch des Krieges musste ich ins Feld. Eine Schädelverletzung ermöglichte mir dann das juristische Studium.“

Friederike Kempner (1836-1904) über den Astronomen Johannes Kepler:
Du sahest herrliche Gesichte/In finstrer Nacht/Ein ganzes Blatt der Weltgeschichte/
Du hast es vollgemacht.

Aufgeregt erscheint eine Dame beim Psychiater:
„Können Sie mir helfen? Mein Mann denkt Tag und Nacht nur an sein Geld.“
„Soso. Na, das werden wir bald haben!“

Er litt zeitlebens so an Rheumatismus, dass er nichts auf die hohe Kante legen konnte.

Inserat für ein Färbemittel:
Mit unserer Tönung fällt Ihr Haar schon nach dem ersten Versuch gleichmäßig aus.

 

 

  

 

Ist ein Kreis von Menschen, die sich mit dem Phänomen des Humors beschäftigen wollen. Es steht die Humorerforschung im Mittelpunkt, die den Faden von der Ernsthaftigkeit bis zum Gelächter spannt. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, so sollten Sie Freude am Nachdenken haben „Nachdenken verlängert das Lachen“ (ein Sprichwort aus Kamerun) und Freude daran haben, ihren persönlichen Humor zu erfahren und schließlich sich freuen, die Mechanismen zu entdecken, die Humor entstehen lassen.

Ein Abend gestaltet sich folgendermaßen

  • Impulsreferat (ca. 15 Minuten) z.B. Humor als das dynamisch Fließende – der in allen Situationen bewegliche, herzliche Lebensstil – als ein anderer Weg des Denkens.

  • Austauschrunde, in der Erfahrungen zum Thema eingebracht werden, wie, wann und auf welche Weise den Einzelnen Humor in ihrem Umfeld gelingt.
  • Ermutigung, um gegenseitig humorvolle Quellen in sich zu entdecken und sie anzuwenden. Bekanntwerden mit Humortechniken.
  • Den Goldfaden spinnen!
  • Austausch von Lieblingswitzen, Anekdoten…

Humor ist bekanntlich ein sehr individuell gefärbtes Phänomen. Hier finden Sie ein paar Witze, Anekdoten, Gedankensplitter, Aussprüche und Cartoons, mit denen Sie testen können, ob dieser Humorkreis der richtige für Sie ist. Wir bevorzugen eine respektvolle Stimmung und Energie.

Ein-Blick ins Paradies

„Heute Nacht habe ich geträumt“, sagt ein Pfarrer zu einem Rabbiner, „ich sei ins jüdische Paradies gekommen. Einfach scheußlich! Dieses Schreien und Gestikulieren und dieses Gedränge! Alles überfüllt bis in den hintersten Winkel. Und dieser Gestank!“
„Wie sich das trifft“, sagt da der Rabbiner. „Ich bin heute Nacht im Traum durch das christliche Paradies gegangen. Eine himmlische Ruhe! Köstlicher Duft nach Lilien und Rosen – und weit und breit kein Mensch!“

 

Es würde mich wundern, wenn ich dieses Leben überleben würde.

 

Wer in aller Munde sein will, sollte Zahnarzt werden.
 
Ludwig Fienhold

 

„Ich will dich vor dem Ertrinken bewahren“, sagte der Vogel, hob den Fisch aus dem Wasser und setzte ihn sanft auf einen Baum.

 

Wer immer fest mit beiden Beinen auf der Erde steht, wird nie über seinen Schatten springen.
  Guido Hildebrandt

 

           Wenn der Tod kommt, dann ist Sense
Der Nachtwächter – entschläft
   Der Dieb – stiehlt sich davon
     Den Elektriker – trifft der Schlag
       Der Ungläubige – muss dran glauben
         Der Florist – verwelkt
           Der Hippie – geht auf einen neuen Trip
             Dem Uhrmacher – schlägt das letzte Stündchen
               Der Geradlinige – wird um die Ecke gebracht
                 Der Musiker – geht flöten
                   Die Putzfrau – wird zu Staub
                     Der Maurer – kratzt ab
                       Der Metzger – geht den Weg allen Fleisches
                         Sterben ist das Letzte

 

Was ist wirklich wichtig angesichts des Todes?

Der alte Menazbach, Inhaber eines bescheidenen Ladens, liegt im Sterben. Sein Augenlicht ist bereits beinahe erloschen, und die Familie hat sich an seinem Bett versammelt. Seine Frau beugt sich über ihn, richtet das Kissen und fragt ihn schluchzend: „Kannst du mich hören? Wir sind alle hier und beten für dich.“
Mit letzter Kraft beginnt Menazbach noch einmal zu sprechen: „Sarah, mein Weib, bist du hier an meinem Bett?“
„Ja, natürlich bin ich hier.“
„Jakob, mein Ältester, bist auch du hier?“
„Ja, gewiss Vater.“
„Und Rahel, meine Tochter, auch du?“
„Ja, Vater, ich stehe am Fußende.“
„Und Ester, bist du da?“
„Natürlich, geliebter Vater!“
„Und Samuel, mein Jüngster, bist auch du hier?“
„Klar, Papa“, schluchzt Samuel.
Da richtet sich der Sterbende mit letzter Kraft auf: „Und wer ist im Geschäft?!“

 

Was ist samsara?

Der Londoner Nebel lag in dicken Schwaden über der Themse, als sich ein junger Stadtstreicher auf der Kaimauer zu Ruhe bettete. Plötzlich weckte ihn eine sanfte Stimme, und als er aufsah, entstieg soeben eine schöne Brünette einem chauffierten Roll-Royce.
„Du armer Mann“, begann sie, „ist es dir nicht schrecklich kalt? Darf ich dich zu mir nach Hause fahren lassen, damit du für diese Nacht ein Dach über dem Kopf hast?“
Das ließ sich der junge Mann natürlich nicht zweimal sagen und setzte sich neben sie in die Limousine. Nach einer kurzen Fahrt hielt der Wagen vor einer großen viktorianischen Villa, die Brünette stieg aus und winkte ihm zu folgen. Ein Butler öffnete die Tür, und die Dame trug ihm auf, sich um den jungen Mann zu kümmern, ihm eine Mahlzeit vorzusetzen, ein Bad zu richten und ihm ein bequemes Bett im Bedienstetenflügel zu geben.
Eine Weile später, als sie sich eben selbst zu Bett legen wollte, kam es der Brünetten in den Sinn nachzufragen, ob ihrem Gast wohl noch etwas fehle, und so schlüpfte sie in ihr Negligé und eilte hinunter in das Stockwerk der Dienerschaft. Als sie um die Ecke kam, verriet ihr ein Lichtschimmer, dass der junge Mann noch wach lag. Sie klopfte vorsichtig an die Tür und eintretend erkundigte sie sich, warum der junge Herr noch nicht schlafe.
„Sie haben vielleicht nicht genug gegessen?“
„Oh nein, ihr Butler hat mich königlich bewirtet.“
„Dann ist das Bett vielleicht nicht bequem genug?“
„Aber nein doch – es ist bequem!“
„Dann brauchst du wohl Gesellschaft. Rück ein bisschen ...“
Der junge Mann ganz selig vor Glück, rückte ein bisschen zur Seite … und fiel in die Themse.

 

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